Boxspringbetten: Ein Trend aus den USA

18.08.2015 19:13

Was gibt es Schöneres, als sich nach einem anstrengenden Tag zu Hause ins Bett fallen zu lassen? Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir schlafend und jeder weiß, wie wichtig es ist, erholt in einen neuen Tag zu starten. Eine besonders angenehme und weiche Schlafstätte stellen sogenannten Boxspringbetten dar, die immer mehr deutsche Schlafzimmer erobern. Wir zeigen, was es mit dieser Art sich zu betten auf sich hat und woher diese „Kastenbetten“ überhaupt kommen.

Boxspringbetten – Was ist das eigentlich?

Mit ein wenig Englischkenntnissen ist es gar nicht schwer herauszufinden, was sich hinter der Bezeichnung Boxspringbett verbirgt. Ein solches Bett besteht vom Prinzip her aus einem Holzkasten (Box), in das Metallfedern (Springs) eingelassen sind. Auf den Metallfedern in der Box befindet sich in der Regel eine Federkernmatratze.

Besonders charakteristisch ist für diese Betten die weiche Liegefläche, die das Gefühl vermittelt, auf einer Wolke zu schlafen. Kein Wunder, dass diese Art zu Schlafen auch hierzulande sehr beliebt ist. Boxspringbetten gibt es in heutiger Zeit in allen möglichen Größen und Ausführungen sowie aus unterschiedlichen Materialien und Matratzenfüllungen. Doch wie begann die Erfolgsgeschichte dieser Betten und wo kommen sie ursprünglich her?

Alles begann in den USA

Erfunden wurden Boxspringbetten im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten. Viele Menschen, vor allem diejenigen, die nicht viel Geld hatten, schliefen zu dieser Zeit auf Matratzen, die auf dem Boden platziert waren. Bettenbauer haben sich daraufhin überlegt, wie es möglich sein kann, das Liegen noch bequemer zu gestalten und auch die Sauberkeit der Matratzen zu gewährleisten. So kamen die Entwickler auf die Idee, die Matratze auf einer zweiten zu lagern, wobei die untere im Inneren mit Metallfedern ausgestattet war. Die untere Matratze wurde dabei in einen Holzkasten eingelassen.

Auch wenn diese Erfindung in den USA von Anfang an für reißenden Absatz sorgte, hatte es das Boxspringbett nicht leicht, sich in der restlichen Welt als erste Wahl zu etablieren. Die Erfindung von Lattenrosten erfreute sich dagegen weltweit größerer Beliebtheit und außer in den USA haben sich Boxspringbetten zunächst in einigen Skandinavischen Ländern durchgesetzt.

Boxspringbetten als Luxusausstattung

Eine besondere Bedeutung erlangten Boxspringbetten in Luxushotels und auf Kreuzfahrtschiffen. Dabei wird die Titanic das wohl bekannteste Schiff sein, in dem diese Art von Betten eingesetzt wurde, um den eigenen Passagieren den maximalen Komfort zu bieten.

Auch Hotels der gehobenen Klasse entscheiden sich in vielen Fällen für Boxspringbetten, da sie einen besonders angenehmen Schlafkomfort und viele andere Vorteile bieten. Neben der amerikanischen Variante solcher Betten gibt es noch die skandinavische Ausführung, bei der die Matratze nicht auf einer Box sondern auf einer weiteren Matratze liegt.

Der Trend schwappt nach Deutschland über

Mittlerweile haben sich Boxspringbetten über die USA hinaus in der ganzen Welt verbreitet. So erfreuen sie sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Die opulente Aufmachung, die an den Glanz klassischer, amerikanischer Hotels erinnert, ist für viele etwas Besonderes, das ein normales Bett nicht bieten kann.

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und Härtegraden, so dass für jeden Liegetyp etwas dabei ist. Die Qualität der Betten ist heute so hoch, wie es sich die Erschaffer aus dem 19. Jahrhundert kaum erträumen konnten.

Bildquelle: Bild 1 ©iStock.com/ventdusud

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